Kurzinfos zu Syphilis

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Syphilis

ist eine Erkrankung, die hauptsächlich beim Sex übertragen wird.
Bei der Syphilis wechseln sich Zeiten mit und ohne Beschwerden ab. Je früher eine Syphilisinfektion erkannt wird, desto besser ist sie zu heilen.


Wie verläuft die Syphilis?

Der Krankheitserreger gelangt über Schleimhaut und kleine Hautrisse in den Körper. Krankheitszeichen können 2 bis 3 Wochen nach der Ansteckung auftreten und verschwinden von selbst wieder. Sie werden leicht übersehen. Die Syphilis bleibt dann unentdeckt und die Erreger können sich im Körper weiter ausbreiten. Wenn die Syphilis nicht behandelt wird, kann es zu schweren Schäden an Organen und am Nervensystem kommen.


Woran kann man merken, dass man sich angesteckt hat?

  • Einige Tage nach der Infektion:

Schmerzlose kleine Knötchen, Bläschen oder Geschwüre, die eine sehr ansteckende Flüssigkeit enthalten. Sie sind an den Körperstellen, wo der Kontakt mit dem Erreger war (Mund, Po, Scheide, Penis, Haut).

  • 2 bis 3 Monate nach der Infektion:

Hautausschlag (rote Flecken) am Körper, an den Handinnenflächen und Fußsohlen, Fieber, Lymphknotenschwellung, Haarausfall.

  • Nach Jahren:

Schwere Schäden an inneren Organen, Knochen, Muskeln, Gefäßen und Gehirn.


Übertragungswege

Die Syphilis ist eine sehr ansteckende und sehr leicht zu übertragende Krankheit.

Eine Übertragung erfolgt durch:

  • Sex (Mund, Scheide, Penis, Po)
  • Engen Körperkontakt
  • Küssen
  • Kontakt mit Blut oder Flüssigkeit aus dem Geschwür
  • Petting und Fisten
  • Gemeinsame Benutzung von Sexspielzeug und Gleitgeltöpfen


Wie kann man sich schützen?

Eine Übertragung ist an fast jeder Körperstelle und bei jeder Art von Sex möglich. Bei Sexpraktiken mit dem Mund, den Lippen oder der Zunge (Oralverkehr) schützen Kondome für den Penis, Lecktücher aus Latex (Dental Dam), die auf Scheide oder Po gelegt werden oder Handschuhe beim Petting und Fisten. Kondome, Lecktücher oder Handschuhe können das Risiko einer Ansteckung aber nur senken. Regelmäßige Untersuchungen sind daher sinnvoll.


Untersuchungsmethoden

Eine Syphilis kann durch eine Blutuntersuchung festgestellt werden.


Behandlung

Antibiotika


Weitere Empfehlungen

  • Bei einer Infektion sollten sich die Sexpartner*innen der letzten drei Monate untersuchen lassen, auch wenn sie keine Beschwerden haben.
  • Bis zum Abschluss der Behandlung sollte auf Sex verzichtet werden.
  • Nach einer Behandlung müssen Kontrolluntersuchungen gemacht werden, um sicher zu sein, dass die Behandlung erfolgreich war.


Gut zu wissen

Bei einer Syphilis kann man sich leichter mit HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen anstecken.


Die AIDS-/STI-Beratungsstellen der Gesundheitsämter in NRW bieten anonyme und kostenlose Beratung und z. T. auch Untersuchungen zu Syphilis an.


Zum Weiterlesen

Ausführliche Informationen zu Syphilis