Infos zum HIV-Test als Schnelltest

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HIV-Antigen-Antikörper-Suchtest als Schnelltest


Was man über den Test wissen sollte
Von der Bezeichnung „Schnelltest“ darf man sich nicht in die Irre führen lassen. „Schnell“ bezieht sich nur auf die Auswertung und Bekanntgabe des Testergebnisses.

Durch den Schnelltest lässt sich eine Ansteckung mit dem HI-Virus erst zwölf Wochen nach dem letzten Ansteckungsrisiko nachweisen oder mit hoher Sicherheit ausschließen. Wird der Test früher gemacht, kann das zu einem falsch negativen Befund führen, weil Antigen und Antikörper noch nicht sicher nachweisbar sind (diagnostische Lücke). Falls eine Ansteckung stattgefunden hat, kann das Virus allerdings schon in dieser Zeit weitergegeben werden.

Ein Schnelltest darf nur mit Ihrem Einverständnis durchgeführt werden. Nach einer ausführlichen Beratung erfolgt die Blutentnahme im Gesundheitsamt. Sie müssen hierfür nicht nüchtern sein. Der Zeitraum zwischen Blutabnahme und Bekanntgabe des Testergebnisses beträgt ca. 30 bis 60 Minuten. Das Ergebnis wird nur Ihnen persönlich mitgeteilt. Eine schriftliche Bescheinigung wird nicht ausgestellt.

Was wird untersucht?
Beim Schnelltest wird im Blut nach Antigen/Antikörpern gesucht. Wenn im Test eine Reaktion erfolgt („reaktives“ Ergebnis), dann kann dies zwei Gründe haben:

  • Es kann sich um eine tatsächliche HIV-Infektion handeln.
  • Der Test ist sehr empfindlich und in Einzelfällen kann es deshalb auch zu Reaktionen durch Nicht-HIV-Antikörpern kommen.

Daher muss ein „reaktives“ Ergebnis des Suchtests durch weitere Testverfahren überprüft werden. Hierzu ist eine weitere Blutentnahme für einen Labortest (siehe „Infos zum HIV-Test als Labordiagnostik“) notwendig. Ein endgültiges Ergebnis liegt nach ca. einer Woche vor.

 

Weitere Informationen:



Europäische Testempfehlungen:

Diese stehen im Leitfaden: "HIV-Indikatorerkrankungen: Leitfaden zur Durchführung von HIV-Tests bei Erwachsenen in Einrichtungen des Gesundheitswesens"